indexDiese Meldung gab die Polizei im Hochsauerland heute (27.07.16) heraus, weil die Staaatsanwaltschaft den Vorfall jetzt, nach acht Monaten, als “versuchten Mord” einschätzt. Wie gefährlich im Wald gespannte Drahtseile werden können – “Die Abräumer”.

 

 

POL-HSK: Drahtseile im Wald

Bestwig (ots) – Am 22.11.2015 kam ein Motocrossfahrer in einem Waldgebiet zwischen Wasserfall und Heinrichsdorf zu Fall. Innerhalb eines Fichtenbestandes prallte der Mann gegen ein dort gespanntes Drahtseil. Bei dem anschließenden Sturz wurde der Mann glücklicherweise nur leichtverletzt. Im Bereich Stüppelturm/Dörnberg wurde noch ein weiterer gespannter Draht entdeckt. Das Anbringen von gespannten Drähten kann bei Mountainbikerin und Motocrossfahrern zu erheblichen Verletzungen bis hin zum Tode führen. Im vorliegenden Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft Arnsberg wegen versuchten Mordes. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise die zur Ermittlung des Täters führen können. Wer hat im November 2015 verdächtige Feststellung in den oben beschriebenen Waldgebieten machen können?

 

Wie Kaffee richtig wach macht

Heute morgen habe ich die ultimative Methode gefunden, um mit dem Inhalt einer Tasse Kaffee die Lebensgeister zweier Menschen so richtig zu wecken.

Die Ausgangssituation sehen wir auf Bild 1, nach Beendigung der erforderlichen Maßnahmen nachgestellt. Konnte ich vorher ja nicht ahnen, dass das noch wichtig wird. Auf dem Weg vom Bad ins Schlafzimmer über die Galerie, von der herab ich bei spontanen Treppenhaus-Lesungen meine Texte zu rezitieren pflege, habe ich die gefüllte Tasse auf der üblichen Zwischenablage abgestellt, das ist die Ecke vom Treppengeländer. Kaffe1a

Dieser formschöne Becher, bruchfest und spülmaschinengeeignet, begleitet mich seit Jahren. Nicht nur er,  drei identische Exemplare sind strategisch günstig zu Hause, in der Redaktion und im Auto verteilt. Erworben vor vielen Jahren bei Aldi Nord, zum Stückpreis von etwa zwei Euro (oder waren das noch D-Mark?). Damals, als der Werkstoff Edelstahl nicht nur dort noch preiswert war. Ich habe den Kaffeepott noch einmal etwas closer fortografiert, in seiner natürlichen Umgebung neben Rechner, Kippen und Aschenbecher. Damit ihr ihn in seiner ganzen Schönheit würdigen könnt.

Kaffeepott

Jedenfalls stand meine Alutasse jetzt auf der Zwischenablage, der Geländerecke. Hochglanzpoliert (nicht von mir, ab Werk), 9,00 cm hoch, rund 7,8 cm Durchmesser, gefüllt mit 0,25 Litern dampfenden Melitta-Kaffees. Falls ihr euch wundert, woher ich so genau weiß, wie viel Flüssigkeit dort hineinpasst: Die Füllmenge habe ich heute höchstpersönlich in einem wissenschaftlichen Versuch unter Zuhilfenahme eines Heineken-Bierglases ermittelt. Mit Leitungswasser, nach dem Malheur.

Zurck zur Handlung: Der Plan war, den Kaffeepott auf dem Weg nach unten en passant an der Geländerecke wieder einzusammeln. Irgendetwas muss in den wenigen Minuten beim Zwischenstopp im Schlafzimmer passiert sein, dass mich die aktuelle Position meiner geliebten Aldi-Alutasse vergessen ließ.

Die nachfolgende Szene, wie ich beim Gang zur Treppe mit meinem Ellbogen den Kaffeepott ankicke, er im hohen Bogen, sich mehrfach um sich selbst drehend, durch den Flur fliegt, wobei man sehr schön das Verteilen des Inhalts auf Treppenstufen, Geländer und ursprünglich mal weiß gestrichenen Wänden beobachten kann, habe ich leider nicht im Bild. Wollte ich jetzt auch nicht noch mal nachstellen. Deshalb gibt es Foto Nummer 3 nicht, das muss man sich denken.

Auf Bild 4 können wir, zumindest ansatzweise, das Ergebnis erkennen. Man beachte, wie unschuldig die Tasse nach ihrem Ausflug am Fuß der Treppe steht. Richtig herum gelandet, ohne Blessuren, zur Aufnahme neuer Flüssigkeiten bereit. Das Foto entstand kurz nach dem Malheur, laut H. war mein hilfloser Gesichtsausdruck am besten mit “..und der Vater blickte stumm..” zu beschreiben.

Kaffe2

H. hat überhaupt nicht geschimpft. Sondern mir einen Aufnehmer in die Hand gedrückt, mit dem ich die ca. 0,2 Liter abwischen konnte, die auf den Treppenstufen gelandet waren. Während ich das in bandscheibenmordender Haltung stöhnend und ächzend von oben nach unten (ich wollte ja nicht in die Suppe hineintreten) irgendwie bewerkstelligt habe, das alles natürlich nackt, weil das mein aktueller Aggregatszustand war und ich mir ja nicht noch irgendwelche Klamotten versauen wollte, hat sie selbst mit einem zweiten Lappen die geringere Menge , also rund 0,05 Liter, beseitigt. Vorher habe ich aber noch mein Telefon in Sicherheit gebracht, damit nicht auf geheimnisvollem Wege kompromittierende Fotos entsstehen konnten. Foto 5 fehlt also absichtlich, in diesem Fall muss man es sich aber Kaffeespurennicht denken.

Dieses bisschen kaffeebraune Flüssigkeit, das auf den weißen Wänden ihren Niederschlag fand, hat dort allerdings sehr viel effektiver gewirkt und deutlich sichtbarere Spuren hinterlassen als die größere Menge auf der lackierten Treppe, wo sie nicht einziehen konnte. Zum Glck ist H. ein positiv denkender Mensch, der in jedem Miß-Geschick noch das Gute zu sehen in der Lage ist. Abtauer FlurZum Beispiel, dass das unscheinbare Poster (ca 2,00 Meter x 1,20 Meter) mit dem Cover von “Die Abtaucher”, das man normalerweise in unserem Treppenhaus gar nicht so richtig wahrnimmt, flüssigkeitsabweisend beschichtet ist und einen Großteil der Wand vor Kaffeeflecken geschützt hat.

Und dass diese Variante des Treppenputzens von oben nach unten in ungewohnter Körperhaltung gut gegen meinen Bewegungsmangel und für den Aufbau von Muskeln geeignet sei, an Stellen des Körpers, die man sonst nicht trainiert. Ich hingegen frage mich jetzt schon den ganzen Tag, ob es sich bei der Bandscheibe um einen Muskel handelt.

Das Bücken, um in die letzten Ecken zu kommen, das Recken, um auch die Spuren über den Türrahmen zu beseitigen, hat sie einfach als Frühsport betrachtet. Und als eine andere Variante, um von Kaffee wach zu werden. Fotografieren lassen wollte H. sich dabei allerdings nicht. Deshalb fehlt auch Foto Nummer 7, das sicherlich aufgrund der äußerst sparsamen Nachtbekleidung, die meine Freundin dabei noch trug, das interessanteste Bild in dieser Galerie geworden wäre.

Jedenfalls hat der Fluch Flug der Kaffeetasse und unsere anschlieenden sportlichen Tätigkeiten dazu beigetragen, ihren Kreislauf und meinen Blutdruck anzukurbeln. Wahrscheinlich mehr, als es das Koffein im verschütteten Kaffee allein vermocht hätte.

Vor Steuern

Zum ersten Mal muss ich eine Steuererklärung erstellen, in der auch die Einnahmen und Ausgaben im Zusammenhang mit meiner Autorentätigkeit aufgelistet werden. Aktuell frage ich mich gerade, wie ich dem Finanzamt die Diskrepanz zwischen der Anzahl  der von mir verschickten und teilweise sogar persönlich zugestellten Rezensionsexemplare und den daraus resultierenden Besprechungen klar machen soll. Werbungskosten? Schwund? Liebhaberei? Fragen, über die ich mir vorher nie Gedanken gemacht habe.

Denn in meiner Welt bekommt man nichts geschenkt. Wenn ich  bei einem Autoren ein Buch zur Besprechung anfordern würde, sähe ich das als meine moralische Pflicht an, auch die Gegenleistung einer Rezension abzuliefern. Wenn ich den Roman nur lesen will, weil mich das Thema oder der Autor interessieren, dann kaufe ich es mir eben. Aber das sehen  viele im Zusammenhang mit Büchern wohl anders. Ich kann mich noch gut an das Gespräch mit einem Bekannten erinnern, wenige Wochen, nachdem mein erster Kriminalroman  erschienen war.

Er erzählte mir, das Buch bereits gelesen zu haben.  Damals war ich als frischgebackener Autor noch stolz darauf, einem leibhaftigen Leser meines Werkes gegenüber zu stehen. Wie es ihm generell gefallen habe, welche Stellen er besonders gut fand, welche weniger, wollte ich wissen. Und natürlich habe ich ganz naiv gefragt, aus welcher Buchhandlung er ‘Die Abtaucher’ hätte,  ob sie dort vorrätig waren oder extra bestellt werden mussten.

Der junge Mann hat mich, den unerfahrenen Schöpfer des kommenden Weltbestsellers, nur angesehen, als ob ich nicht alle Latten am Zaun hätte: „Wieso gekauft? Ich bin doch nicht bescheuert und gebe dafür Geld aus! Das habe ich mir natürlich umsonst besorgt.“ Auf meinen verständnislosen Blick hin hat er mir Greenhorn stolz einige der Platformen im Netz gezeigt, von denen man sich  illegal hochgeladene Bücher illegal herunterladen kann. Für Umme.  Drei Klicks auf einer Seite gegen monatelange Beschäftigung mit Denken, Schreiben, Verlagssuche, Überarbeiten, Bewerben des Buches. Der Kollege hatte, selbst mir gegenüber,  dem Urheber und Rechteeigentümer, nicht das geringste Unrechtsbewusstsein.

Ich war erschüttert und habe ihn dann noch gefragt, ob er an einem der nächsten Tage als Kameraassistent für mich arbeiten könne: Klar. Auch umsonst? Wie ich denn darauf käme…  Nein, das könne man nicht mit dem illegalen Download vergleichen, das seien ja nur Daten, deren Erstellung nichts gekostet habe. Bei einem Taschenbuch sei das ja anders, das Papier, der Druck und so weiter.

Was ich damit sagen will: In so einem Werk steckt ja sehr viel Gehirnschmalz und Zeitaufwand, der vorher investiert werden muss und dessen Wert nur schwer in Euro zu beziffern ist. Aber jeder Cent, der als Frucht dieser Mühen hereinkommt, wird vom Finanzamt nur ungern mit  der vorherigen Arbeit verrechnet, die sich über Jahre hingezogen haben kann, mit schwer zu belegenden Ausgaben für Recherchefahrten usw.. Wie soll ich zum Beispiel nachweisen, dass ich an einem bestimmten Tag des Jahres 2015 extra nach Paderborn gereist bin, um mir bestimmte örtliche Gegebenheiten für ‘Die Abräumer’ noch einmal genau anzusehen? Ich habe dort nicht getankt oder Kaffee getrunken, kann also keine entsprechenden Quittungen vor- und damit die Reise nicht nachweisen, bleibe also auf den Fahrtkosten sitzen. Für das Finanzamt hat diese Reise damit nicht stattgefunden.

Die Leute, die ohne eigene Leistung und Kosten von meiner Arbeit profitieren, die Betreiber und Nutzer dieser illegalen Platformen, bleiben hingegen  anscheinend (nicht nur) von den (Finanz-) Behörden unbehelligt. Die Internetseiten, die der Kollege  mir damals, vor zwei Jahren,  gezeigt hat, irgendwo im Ausland registriert, die gibt es immer noch. Für deren Eigentümer ist wirklich “Einnahme gleich Gewinn”. Dort werden jetzt alle drei Bücher von mir zum kostenlosen Download angeboten.